Mischkultur und Naturgemässe Bodenpflege

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von Jakobus Langerhorst, 120 Seiten, mit Skizzen und Bildern

Sehr empfehlenswert für alle Hobby- und Berufsgärtner! 

 Aus dem Inhalt:

  • Anleitungen für Mischkulturen
  • wie legt man einen guten Kompost an
  • Pflanze und Boden bilden eine Lebensgemeinschaft
  • die Planung des Anbaus
  • Bodenverbesserung und Düngung
  • Kulturen im Jahreslauf
  • usw.

Langerhorsts bewirtschaften ein 3.5 Hektar Grundstück in Handarbeit. Also ohne Maschinen, ohne Viehaltung.

Die Gemüsemischkultur umfasst 2400 m2 Anbaufläche. Mit dem Obstbau sind sie eine sichere Existenzgrundlage der secksköpfigen Familie! Die hochwertigen Produkte des Betriebes finden den direkten Weg zu den Kunden.

Mit dem durchdachten Anbausystem beweisen Langerhorst's dass auch ein kleiner Betrieb existieren kann ohne viel Kapital, ohne Maschinen, Viehlos.  Dies ganz entgegen dem üblichen Landwirtschaftspropaganda dass kleine Betriebe nicht rentieren. Langerhorst führen diesen Betrieb jetzt seit 1973 und haben das Schneckenproblem längst im Griff, dank gutem Kompost und vitalem Bodeleben.

Hier ein kurzer Video Bericht:

Unsere Mischkulturenpraxis - vegan und ohne Tiere Bericht im Vegetarierbund Deutschland vom 1/2000

AIs wir 1973(!) hier angefangen haben, » sagte uns eine 18 km weiter wohnende und arbeitende anthroposophische Land- und Gartenbaufrau, dass in spätestens sieben Jahren nichts mehr wachsen würde. So, dachte ich, das wird sich noch zeigen. Ich war gerade 24 Jahre und Jakobus 28 Jahre. Wir hatten vorher jahrelang mit biologisch-dynamischen Bauern und Gärtnern zusammengearbeitet. Jakobus hat auch seine ganze Ausbildung auf dieser Grundlage gemacht. Wir haben mit den führenden Persönlichkeiten der damaligen Zeit zusammengearbeitet und wissen über die Methode gut Bescheid. Nun lebten wir aber bis 1973 lakto-vege-tarisch, seit dem Oktober 1973 mit dem Umzug nach hier vegan und haben Vegan-Kontakte weltweit. Da wir dies aus rein ethischen Gründen - eben wegen des Tierleides - machten und zu dieser Zeit keinen weiteren ebenso lebenden Menschen kannten, gab es viele Anfangsfragen. Aber wir ließen nicht locker, und es wurde immer klarer und klarer, dass diese Lebensweise unsere richtige Lebensweise ist. Und so ist es immer noch und wird es immer bleiben, keine Frage seit vielen Jahren.

Wir fühlten uns dem damaligen Trend zu einem neuen Umweltbewusstsein sehr verpflichtet, und so kam uns eine Gartenbaumethode, die keine schweren Maschinen benötigt, sehr gelegen. In unserer mehr als 25-jährigen Erfahrung mit dem erwerbsmäßigen Anbau von Gemüse und Obst in Mischkultur können wir heute feststellen, dass

  • bei genügendem Einbau von Gründüngungspflanzen und bei Flächen-kompostierung mit Pflanzenmulch (feineres frisches Kleegras und halbverrottetes Heu) und Kompost bereits nach einigen Jahren ein nachhaltig fruchtbarer Boden entsteht. Die Humusschicht, die sich an der Oberfläche des Bodens aufbaut und die nie umgegraben wird, reicht nun von 5 bis 10 cm Tiefe;
  • die oberflächliche Humusschicht für eine Erleichterung aller Saatvorberei-tungs- und Pflegearbeiten sorgt. Diese können nun sehr gut mit Handgeräten durchgeführt werden. Wir haben keine schweren Maschinen für den Garten;
  • die Schneckenplage, die uns bis Mitte der 80er Jahre heimsuchte, aufgehört hat. Die Schnecken meiden den feinen Oberflächenhumus;
  • eine selbsttätige Bodenlockerung durch das optimale Zusammenspiel von Pflanzenwachstum und Bodenleben stattfindet. Bei unserem sandiglehmigen Boden genügt die bei der Ernte von Wurzelgemüsen verursachte Bodenlockerung. Durch die jährlich etwas vorrückende Mischkultur kommt eine jede Gartenstelle einmal in fünf Jahren dran;
  • sich die Ertragsfähigkeit verdoppelt hat;
  • somit Platz frei wurde für Obstbäume und weitere Beerenkulturen, die ja ebenfalls einen guten Boden brauchen;
  • auch bei viehloser Bewirtschaftung und ohne Zuführung von tierischen Düngern von außen seit 1973 eine ständig wachsende Bodenfruchtbarkeit zu erzielen ist;
  • unser Kompost aus reinem Pflanzenmaterial ein sehr gutes Erdsubstrat ist;
  • in einem gesunden Garten, wo auch Nützlinge ihren Platz haben, die Gemüse und Früchte qualitativ hochwertig und somit widerstandsfähig gegen viele Krankheiten und frei von Gartenschädlingen sind.

Eines ist sicher. Gott ist der Schöpfer, und der Mensch ist das am weitesten entwickelte Wesen in dieser großartigen Schöpfung. Es wäre ein ungeheures Ding, wenn genau dieser Mensch es nötig hätte, Viehhaltung zu machen, um leben zu können. Das konnte ich nicht glauben, vor allem nicht, weil ich selber von einem Bergbauernhof stamme und meine ganze Ausbildung im normalen Rahmen gelaufen ist bis hin zur Meisterin der ländlichen Hauswirtschaft. Ich lernte sehr genau die Viehhaltung von Kind an kennen und in der Ausbildung alle Theorie dazu und die praktische Verarbeitung von Fleisch zu den verschiedensten Produkten. Also, das ist keine ethisch und moralisch vertretbare Lebensführung, wenn man genau darüber nachdenkt. Gott sei Dank nicht, denn es engt die menschliche Entwicklung ein und schafft enormes Karma gegenüber der Tierwelt. Mit veganer Ernährung können bis zu zehnmal mehr Menschen leben als mit Fleisch und Milch. Es gibt in vielen Ländern Veganvereine, die alle die tierleid-freie Lebensführung praktizieren, obwohl wir uns niemals mit radikalen Auseinandersetzungen anfreunden konnten. Jeder trägt die Verantwortung für sein eigenes Tun und Denken und bekommt auch die Folgen zu spüren, keine Frage. Da braucht keine Gewalt angewendet zu werden, denn Gewalt verstärkt die Gewalt.

Es gibt in der Natur kein einziges Säugetier, welches zu einer anderen Art von Säugetier gehen muss, um dort Milch zu holen, damit es überleben kann. Der Mensch ist die Krone der Schöpfung, es ist unvorstellbar, dass uns Gott so minderwertig ausgerüstet hat, dass wir es nötig hätten, anderswo als bei der eigenen Mutter Milch zu holen. Viele Erfahrungen und Beweise gibt es von Kinderkrankheiten, die durch Tiermilch verschlimmert werden; vom Fleisch ganz abgesehen.

Wir haben zwei Bücher über unsere Anbauweise geschrieben. Jakobus beschreibt zwar auch, wie man Mist verarbeitet, wenn er da ist, obwohl wir keinen haben und verwenden. Also eben für die Leute, die das haben wollen. Mein Buch beinhaltet die genaue Vegananbaumethode und als Anhang noch unsere Lebensführung, also sehr spannend für Vegetarier. Der Anbauerfolg ohne tierischen Dünger ist unschlagbar! Das viele Futter, welches Tiere benötigen, kann direkt viel effektiver als Dünger Verwendung finden! Viele Hausgärtner besuchen uns alle jähre, um unsere Methode für sich kennen zu lernen, da ja gerade die Hausgärtner selber nicht so leicht Mist zur Verfügung haben.

Die Zukunft geht immer mehr in Richtung vegetarisch und vegan, eben weil es die ganz natürliche Lebensform für die Menschen ist und sehr viele der heutigen Probleme von vornherein einfach ausschaltet.


Kunden kauften dazu folgende Produkte
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