Die Vital-Rohvolution

Artikelnummer: 1239


23.90 Fr.

inkl. 2,5% MwSt. ,

Kleinmengenzuschlag
Stk

sofort verfügbar

Lieferzeit: 1 - 2 Werktage


Die Vitalrohvolution 12 Schritte zu lebendiger Nahrung

von Victoria Boutenko 

Die Autorin erlebte aus eigener Erfahrung, welch enorme Bedeutung lebendige Rohkost-Nahrung für die menschliche Gesundheit hat. Sie erzählt, wie sie 1994 dadurch sich, ihren Mann und ihre beiden Kinder von schweren Krankheiten heilte. Seitdem hat sie unermüdlich weiter zum Thema lebendige Nahrung recherchiert und präsentiert hier viele interessante wissenschaftliche Erkenntnisse, die teils erst in den letzten Jahren bekannt wurden. Sie untersucht unter anderem, was Lebendigkeit ausmacht, was die ersten Menschen aßen, welche Rolle Bakterien im menschlichen Organismus spielen und wie der Körper sich selbst heilen kann. Ausführlich geht sie außerdem auf das bisher vernachlässigte Thema der Sucht nach gekochter Nahrung ein. Hierzu stellt sie ein detailliertes, praxisbezogenes 12-Schritte-Programm vor, das es erleichtert,
die Ernährung auf lebendiges Essen umzustellen. Ein Rezeptteil mit
einfach zu erstellenden "rohen" Gerichten rundet das Buch ab

- Mit einem Vorwort von Gabriel Cousens - 248 Seiten, Softcover

Gesamtes Inhaltsverzeichnis:
Vorwort von Dr. Gabriel Cousens 8
Anmerkung der Autorin 12
Teil 1: Warum Rohkost?
Kapitel 1 Wo meine Suche begann 16
Kapitel 2 Was fehlte in unserem Rohkost-Plan? 25
Kapitel 3 Ode an den Grünen Smoothie 27
Kapitel 4 Ungekochtes aus wissenschaftlicher Sicht 37
Kapitel 5 Was ist Leben? 47
Kapitel 6 Ihr Körper macht niemals Fehler 52
Kapitel 7 Was die ersten Menschen aßen 59
Kapitel 8 Bequemlichkeit contra Gesundheit 68
Kapitel 9 Wie meine Familie ißt 73
Kapitel 10 Bakterien: Eine geniale Erfindung der Natur 78
Kapitel 11 Was ist mit Insekten? 83
Teil 2: Abhängigkeit von gekochter Nahrung
Kapitel 12 Ist es wirklich Abhängigkeit? 90
Kapitel 13 Wie wichtig ist es, zu 100 Prozent Rohköstler zu sein? 94
Kapitel 14 Suchtstoffe in üblichen Nahrungsmitteln 100
Kapitel 15 Gekochte Nahrung als Trostspender 110
Kapitel 16 Inneren Hunger stillen 115
Teil 3: Wie Sie Ihre Abhängigkeit von gekochter Nahrung aufgeben
Schritt 1 Sich des Problems bewußt werden 120
Schritt 2 Den Körper nähren, um Gelüste zu stillen 130
Schritt 3 Fähigkeiten und Küchengeräte erwerben 133
Grundrezept für köstliche Suppen 144 / Grundrezept für köstliche
Nuß-Burger 145 / Grundrezept für leckeren Plätzchenoder
Kuchenteig 145 / Grundrezept für köstliche Salatsoße
145 / Grundrezept für köstliche Nuß- oder Samenmilch 145
Schritt 4 Ich liebe dich, egal was du ißt 146
Schritt 5 Versuchungen meiden 157
Schritt 6 Unterstützung bekommen 164
Schritt 7 Dankbarkeit und Vergebung 169
Schritt 8 Träume verwirklichen 174
Schritt 9 Andere gesunde Gewohnheiten annehmen 181
Schritt 10 Klarheit gewinnen 193
Schritt 11 Seine spirituelle Bestimmung suchen 198
Schritt 12 Andere unterstützen 203
Teil 4: Rezepte
Grüne Smoothies der Rohkost-Familie 210
Apfel-Grünkohl-Zitrone 210
Pfirsich-Spinat 210
Mango-Wildkräuter 210
Erdbeeren-Banane-Romana-Salat 210
Birne-Mangold-Minze 210
Grüne Raw Family-Suppe 211
Valyas erstaunliche, großartige, außergewöhnliche,
hervorragende Grüne Spinat-Suppe 211
Echter Russischer Borschtsch 211
Grundrezept für Fischsuppe 212
Chili 213
Gazpacho 213
Ich kann nicht glauben, daß es bloß Kohl ist 214
Igors Cracker 214
Lebendige Garten-Burger 215
Lebendige Burger, fettarme Variante 215
Lebendige Fritten 216
Tomaten-Basilikum-Soße 216
Lebendige Pizza 217
Nori-Röllchen 218
Nuß- oder Samenkäse 218
Valyas würziger Mandelkäse 219
Sonniger Aufstrich 219
Sergeis Hummus 220
Kuchengrundrezept 220
Sergeis junger Kokosnuß-Traumkuchen 221
Falscher Schokoladenkuchen 222
Sergeis phantastische Trüffel 222
Allas Cranberry-Küchlein 223
Sergeis Butternußkürbis-Plätzchen 223
Sesam-Plätzchen 224
Frühstücks-Müsli 224
Nuß- oder Samenmilch 224
Anmerkungen 225
Bibliographie 234
Index 236

Kapitel 3
Ode an den Grünen Smoothie

LESEPROBE:

Und Gott sprach: Sehet da, ich habe euch gegeben alle Pflanzen ...
auf der ganzen Erde ... zu eurer Speise.
Genesis 1, 29
Bei meiner hartnäckigen Suche fing ich an, Informationen zu jeder einzelnen
Speise zu sammeln, die Menschen üblicherweise zu sich nehmen.
Wie meine Großmutter zu sagen pflegte: ?Suchet, so werdet ihr finden.?
Nach vielen Fehlannahmen fand ich schließlich die richtige Antwort. Es
war im August 2004, zehn Jahre, nachdem meine Familienmitglieder zu
Rohköstlern geworden waren, und drei Jahre, nachdem wir die erwähnte
Bergplateau-Phase erreicht hatten.
Ich stieß auf eine bestimmte Speisengruppe, die alle menschlichen
Nahrungsansprüche erfüllt: Grünes Gemüse. Tatsache war, in meiner
Familie wurde nicht ausreichend grünes Gemüse gegessen. Hinzu kam,
daß es uns nicht schmeckte. Wir wußten, daß Grünkost wichtig ist, aber
wir hatten nie genau erfahren, wie viel davon wir in unserem Speiseplan
wirklich brauchten. Die allgemeine Empfehlung, so viel wie möglich
davon zu essen, war doch ziemlich vage. Um herauszufinden, wie viel
Grünkost wir essen mußten, beschloß ich, die Freßgewohnheiten von
Schimpansen zu studieren, da sie zu den Geschöpfen zählen, die dem
Menschen am nächsten verwandt sind. Schimpansen ernähren sich zu
40 Prozent von Grünkost ? das entspricht bei uns Menschen täglich zwei
Bund grünem Gemüse aus dem Supermarkt.
Bei meinen Erkundungen stellte ich fest, daß Schimpansen Grünkost
wirklich lieben. Ich weiß noch, wie ich Schimpansen im Zoo beobach28
tete und sah, wie erregt sie reagierten, wenn man ihnen frische Akazienzweige,
junge zarte Palmblätter oder Grünkohl gab. Ich fand es derart
inspirierend, ihnen zuzusehen, daß ich zu den nahegelegenen Büschen
ging und selbst versuchte, Akazienblätter zu essen. Es zeigte sich jedoch,
daß mir die grünen Blätter nicht besonders schmeckten, woraus sich ein
weiteres Problem ergab: Ich hatte den Verzehr von Grünkost stets als
Pflicht empfunden. Ich dachte immer: ?Ich muß jetzt meine Grünkost
essen.? An manchen Tagen ?mogelte? ich, indem ich Saft daraus preßte.
Dann trank ich rasch meine Tasse grünen Saft und dachte einige Tage
lang, daß ich mich doch ganz gut dabei fühle. Oder ich bereitete ein lekkeres
Rohkostdressing zu und tunkte meine Grünkost darin ein. Das war
für mich eine weitere Möglichkeit, Grünkost mit Genuß zu verzehren.
Aber ich konnte mir nicht vorstellen, dazusitzen und einfach nur Kohl
oder Spinat zu essen, eine Handvoll nach der anderen.
Ich informierte mich über den Nährgehalt vieler verschiedener Grüngemüsesorten
und stellte erfreut fest, daß Grüngemüse reich ist an nahezu
allen lebenswichtigen, vom USDA* empfohlenen Mineralien und
Vitaminen einschließlich Eiweiß. Ich gelangte zu der Überzeugung, daß
Grünkost für den Menschen die wichtigste Nahrung darstellt. Könnte
ich doch nur eine Möglichkeit finden, sie entsprechend zu genießen und
dadurch die optimale Menge zu mir nehmen, derer es bedarf, um rundum
gesund zu werden.
Unzählige Male versuchte ich mich dazu zu zwingen, große Mengen
Grünkost in Form von Salaten oder pur zu verzehren, doch jedesmal
mußte ich feststellen, daß ich dazu körperlich nicht in der Lage war.
Nach etwa zwei Tassen zerkleinertem Grüngemüse bekam ich entweder
Sodbrennen oder mir wurde schlecht.
Als ich eines Tages ein Biologiebuch studierte, faszinierten mich
darin Angaben über die erstaunlich zähe Beschaffenheit von Pflanzen.
Anscheinend verfügt Zellulose, der Hauptbestandteil von Pflanzen, über
mit die stärkste Molekularstruktur, die sich auf diesem Planeten finden
läßt. Grünkost enthält mehr hochwertige Baustoffe als jede andere Nahrungsgruppe,
und all diese Stoffe sind innerhalb der Pflanzenzellen ge-
* United States Department of Agriculture ? US-Landwirtschaftsministerium
Warum Rohkost?
29
speichert. Damit die Pflanze überleben kann, bestehen die Zellwände aus
sehr widerstandsfähigem Material. Die kräftigen Stengel und Blätter von
Grüngemüse ermöglichen es den Pflanzen, Wind und Regen standzuhalten.
Grünkost ist die Hauptnahrung vieler Tierarten. Um den Zellen all
ihre wertvollen Nährstoffe entziehen zu können, müssen die Zellwände
aufgebrochen werden. Doch diese soliden Zellen aufzubrechen
ist nicht einfach. Aus diesem Grund würde der Verzehr von Grünkost
ohne gründliches Kauen unseren Nahrungsansprüchen nicht genügen.
Einfach ausgedrückt: Damit wir unsere Grünkost verwerten können,
müssen wir sie so lange kauen, bis eine sämige Masse daraus geworden
ist.
Um die freigewordenen Mineralien und Vitamine verdauen zu können,
muß außerdem der Salzsäurespiegel im Magen sehr hoch sein und
einen pH-Wert zwischen 1 und 2 aufweisen.
Diese beiden Bedingungen müssen erfüllt sein, damit wir die Nährstoffe
aus Grünkost aufnehmen können. Bei meinen Versuchen, pures
Grüngemüse zu essen, hatte ich es also offenbar nicht gründlich genug
zerkaut, und womöglich war auch der Salzsäurespiegel in meinem Magen
zu niedrig. Dadurch kam es bei mir zu unangenehmen Verdauungsstörungs-
Symptomen und folglich zu einer generellen Abneigung gegen
sämtliches Grüngemüse.
Dadurch, daß sie sich jahrzehntelang hauptsächlich von stark verarbeiteter
Nahrung ernährt haben, ist vielen modernen Menschen die Fähigkeit
verlorengegangen, normal zu kauen.1 Bei manchen sind die Kiefer
so schmal geworden, daß sie selbst nach Entfernung der Weisheitszähne
eine Zahnspange brauchen, um einen Engstand ihrer Zähne zu korrigieren.
2 Es kann auch vorkommen, daß die Kiefermuskeln zu schwach werden,
um rohe Fasern gründlich durchkauen zu können. Mehrmals mußte
ich mir von meinem Zahnarzt die Empfehlung anhören, schonender mit
meinen Zähnen umzugehen und nicht in festes Obst zu beißen, sondern
meine Karotten und Äpfel lieber zu reiben. Neben den bereits erwähnten
Beeinträchtigungen haben viele in ihrem Mund auch noch Plomben,
Zahnprothesen oder Zahnlücken. Solche ?Behinderungen? machen es
praktisch unmöglich, Grünkost so weit durchzukauen, daß die für eine
reibungslose Verdauung nötige Konsistenz erreicht ist.
Ode an den Grünen Smoothie
30
Aus diesem Grund beschloß ich, mein Grüngemüse im Vita-Mix*
?vorzukauen?. Zunächst mixte ich ein Bund Grünkohl mit Wasser. Ich
dachte: ?Schließ einfach die Augen, halt dir die Nase zu und trink!? Doch
sobald ich den Deckel hob, ließ ich ihn sofort wieder sinken, da mir von
dem starken Weizengrasgeruch ganz flau wurde. Diese dunkelgrüne, fast
schwarze Mixtur war völlig ungenießbar. Nach einigem Überlegen gab
ich ein paar Bananen hinzu und mixte noch einmal. Und damit begann
die Zauberei! Langsam und etwas nervös hob ich den Deckel, schnupperte,
und zu meiner Überraschung roch dieses nun hellgrüne Gebräu
recht ansprechend. Vorsichtig nahm ich einen Schluck und war begeistert.
Es war mehr als nur schmackhaft! Nicht zu süß, nicht zu bitter ? es
war eines der außergewöhnlichsten Aromen, die ich je probiert hatte, mit
einem Wort beschrieben: ?Frische?.
Innerhalb von vier Stunden hatte ich alles vertilgt, was ich gemixt
hatte ? ein Bund Kohl und vier Bananen auf einen knappen Liter Wasser.
Ich fühlte mich großartig und stellte mehr davon her. Voller Triumph
stellte ich fest, daß ich zum ersten Mal in meinem Leben zwei ziemlich
große Bund Grünkost an einem Tag verzehrt hatte, und das sogar ohne
Öl oder Salz! Und ich hatte diese Erfahrung sogar genießen können.
Meinem Magen ging es gut, und ich war glücklich darüber, mein Ziel
erreicht zu haben.
Die Lösung für mein Grünkost-Dilemma war unerwartet einfach. Der
Verzehr von Grünkost nach dieser Methode nahm so wenig Zeit in Anspruch,
daß ich natürlich jeden Tag weiter mit Grüngemüse-Obst-Mischungen
experimentierte.
Ich muß an dieser Stelle zugeben, daß mir die Idee, Grünkost mit
Obst zu mischen, nicht neu war. Als meine Familie elf Jahre zuvor einen
* Ich möchte darauf hinweisen, daß der Vita-Mix kein einfaches Mixgerät ist, wie man
es in jedem Kaufhaus findet. Er nennt sich ?High-Speed-Mixer?, weil er mit bis zu 360
Stundenkilometern rotiert! Seine Klingen müssen daher nicht einmal scharf sein. Auch als
stumpfe Metallstäbe können sie einen Gegenstand von der Festigkeit eines Holzblocks
in Flüssigkeit verwandeln. Um eine solche Leistungsfähigkeit zu erreichen, verfügt der
Vita-Mix über einen Motor mit einer Spitzenleistung von 2 PS und mehr. Jeder normale
Mixer zerkleinert die zähe Zellulose von Grüngemüse nur, solange seine Klingen scharf
bleiben. Dummerweise schleudern stumpf gewordene Klingen Bananenstücke nur noch
im Kreis herum, und der Mixer läuft sehr schnell heiß. Nachdem mir vor elf Jahren
mehrere Mixgeräte durchgebrannt waren, kaufte ich mir endlich einen Vita-Mix auf einer
Landwirtschaftsmesse. Er läuft immer noch so gut als wäre er neu.
Warum Rohkost?
31
Lehrgang am Creative Health Institute (CHI) in Michigan absolvierte,
wurden wir über die außergewöhnlichen Heileigenschaften von ?Energiesuppe?
(aus gemischten Sprossen, Avocados und Äpfeln) aufgeklärt.
Diese Suppe war eine Erfindung der Pionierin der Live-Food-Lebensführung
im 20. Jahrhundert Dr. Ann Wigmore.* Obwohl man uns damals
unzählige Male über die außergewöhnlichen Vorzüge von Energiesuppe
beriet, sahen sich die meisten Gäste am Institut nicht in der Lage, mehr
als ein paar Löffel davon zu schlucken, weil diese Suppe schlicht nicht
genießbar war.
Ich war zutiefst beeindruckt von Aussagen anderer Menschen zu den
Vorzügen dieser Energiesuppe. Als ich nach Hause kam, experimentierte
ich verzweifelt mit Energiesuppe herum und versuchte, sie geschmacklich
zu verbessern, denn ich wollte, daß meine Familie sie ißt und ihren
Nutzen daraus zieht. Mein letzter Versuch, die Energiesuppe zu vervollkommnen,
endete eines Tages abrupt, als ich mitbekam, wie Valya ihrem
Bruder Sergei im Hinterhof zurief: ?Hau besser ab! Mom macht wieder
diese grüne Pampe!?
Trotz aller Beweise für die Heilkraft von Energiesuppe wurde mir unglücklicherweise
klar, daß selbst Menschen, die sie dringend benötigten
und haben wollten, es nicht schafften, sie regelmäßig zu sich zu nehmen.
Es erstaunt mich, daß ich elf Jahre, nachdem ich diese Energiesuppe
kennengelernt und längst wieder vergessen hatte, aus einer völlig anderen
Richtung wieder auf die Idee mit dem verquirlten Grüngemüse stieß. Als
ich anfing, grüne Smoothies zu trinken, sagte ich zunächst niemandem
etwas davon und erwartete auch nicht, daß irgend etwas Bemerkenswertes
geschehen würde. Da ich zu jener Zeit keine großen gesundheitlichen
Probleme hatte, strebte ich auch keine drastischen Veränderungen an. Ich
wollte einfach nicht so merklich altern. Dennoch, nach etwa einem Monat
unregelmäßigem Verzehr von grünen Smoothies schälten sich zwei
Leberflecke und eine Warze, die ich seit früher Kindheit hatte, von meinem
Körper. Ich fühlte mich energievoller als je zuvor und begann dann
doch, meiner Familie und meinen Freunden diese neuen Erfahrungen
mitzuteilen. Meine Nägel wurden fester, meine Sehkraft schärfer, und
* Dr. theol., Dr. med. Ann Wigmore, (1909 ? 1993), Naturheilkundige ? Vertreterin
des Humanitätsgedankens, Erzieherin und Autorin. Dr. Ann Wigmore entwarf und
befürwortete eine auf lebendiger Nahrung basierende Lebensführung.
Ode an den Grünen Smoothie
32
ich hatte einen hervorragenden Geschmack im Mund, selbst morgens
beim Aufwachen (eine Freude, die mir seit meiner Jugend nicht mehr
vergönnt gewesen war).
Mein Traum war endlich wahr geworden! Ich verzehrte jeden Tag Unmengen
Grünkost. Ich begann mich leichter zu fühlen, und mein Energiepegel
stieg. Meine Geschmacksvorlieben änderten sich. Ich entdeckte,
daß mein Körper so nach Grünkost lechzte, daß ich mehrere Wochen lang
fast ausschließlich von grünen Smoothies lebte. Pures Obst und Gemüse
wurden für mich immer begehrenswerter, und mein Verlangen nach fettreicher
Nahrung sank drastisch. Ich verzichtete auf jegliche Art von Salz,
sogar auf Meeresalgen.
Einmal liefen mein Mann und ich in Kalifornien einen grasbewachsenen
Weg entlang, als mir plötzlich nur vom Anblick der dunkelgrünen,
knackigen Malvenzweige, die entlang unseres Pfads in Hülle und Fülle
wuchsen, das Wasser im Mund zusammenlief. Immer wieder ertappte
ich mich dabei, danach greifen und davon essen zu wollen. Ich berichtete
Igor von meinen Beobachtungen, und er hörte mir aufmerksam zu, regte
sich aber nicht auf. Ihm war bereits aufgefallen, daß ich mich in letzter
Zeit anders ernährte. Anstatt mir einen großen Salat aus verschiedenen
Sorten von gehacktem Gemüse, einer großen Avocado, Meersalz sowie
viel Zwiebel und Olivenöl zu machen, zerkleinerte ich nun einen Kopfsalat
zusammen mit einer Tomate, überträufelte das Ganze mit Zitronensaft
und genoß es unendlich, während ich mit den Augen rollte und vor
Wohlbehagen schnurrte. Ich vermißte meine frühere Nahrung nicht und
fühlte mich völlig zufrieden damit, mich so schlicht zu ernähren. Nun
wußte ich, daß der menschliche Körper lernen kann, sich nach Grünkost
zu sehnen!
Noch eine weitere Veränderung erstaunte mich. Ich hatte mich immer
dann nach ungesunden Speisen gesehnt, wenn ich müde wurde. Zum Beispiel
hatte ich früher, wenn wir auf Reisen waren und die Nacht in einem
Flugzeug verbrachten oder nachdem ich eine ganze Nacht mit dem Auto
unterwegs war, ein massives Verlangen nach schwerer Rohkost oder sogar
nach echten russischen Kochgerichten aus meiner Kindheit verspürt,
die ich seit über einem Jahrzehnt nicht mehr gegessen hatte. Dieses Verlangen
war sehr stark und störend. Getrieben von diesen Zwängen, bereitete
ich mir oft irgendeine Art schwerer Rohkost wie Samenkäse mit
Warum Rohkost?
33
Crackern zu oder stopfte mich spätnachts mit Nüssen voll. Ich wußte
von vielen anderen Leuten, daß sie ganz Ähnliches durchmachen. Wenn
ich in den Jahren zuvor spät abends, oft nach zehn Uhr, aus dem Büro
gekommen war, hatte ich gern meine Aufmerksamkeit von der Arbeit auf
leichtere Inhalte gelenkt, indem ich zum Beispiel ein Kapitel in einem
Buch las oder mir ein schönes Video ansah. Mir fiel auf, daß ich, sobald
ich mir erlaubte, nach einem Apfel oder einer Handvoll Nüsse zu greifen,
sofort dazu neigte, weiter zu naschen, ohne je ein Gefühl von Befriedigung
zu erlangen. Selbst wenn ich meine Willenskraft einsetzte und zu
Hause keinerlei Nahrung anrührte, fühlte ich mich weiter unbefriedigt
und dachte ans Essen.
Als ich anfing grüne Smoothies zu trinken, fiel mir sofort auf, daß
derlei Sehnsüchte verschwanden. Dieser Punkt war es, an dem meinem
Mann mein verändertes Verhalten auffiel. Am Abend nach einem harten
Arbeitstag hatte er immer Lust, noch etwas zu essen, während ich ganz
entspannt und zufrieden ein Buch lesen oder mich unterhalten konnte.
Als Igor bemerkte, wie glücklich ich nunmehr abends war und auf welch
bemerkenswerte Weise sich meine Gesundheit verbessert hatte, begann
er ebenfalls grüne Smoothies zu trinken. Es fing damit an, daß er mich
immer, wenn ich einen Smoothie zubereitete, um eine Tasse von ?diesem
grünen Zeugs? bat.
Bald schon konnten Igor und ich einander versichern, daß bei uns
eine Verjüngung stattfand. Unser Verlangen nach schwerer Nahrung hörte
auf. Nach nur zwei Monaten mit grünen Smoothies begannen Igors
Schnurrbart und Bart schwärzer zu werden, und er sah wieder aus wie
damals, als wir uns kennengelernt hatten.
Igor war so begeistert von seinem jugendlichen Aussehen, daß er zu
dem großen Verfechter grüner Smoothies in meiner Familie wurde. Er
stand jeden Tag früh auf und bereitete zwei oder drei Portionen Smoothie
zu je 3 bis 4 Litern zu: eine für mich, eine für ihn und eine, die
sich Sergei und Valya teilten. Unsere beiden Kinder liebten es, diesen
schmackhaften grünen Trank zum Bestandteil ihres täglichen Speiseplans
zu machen, obwohl sie sich bereits bester Gesundheit erfreuten.
Sie entdeckten noch weitere Vorzüge wie etwa die Fähigkeit, mit weniger
Schlaf auszukommen, gründlichere Ausscheidung, kräftigere Nägel
und vor allem eine Verbesserung von Zähnen und Zahnfleisch.
Ode an den Grünen Smoothie
34
Nun konnte ich mir ein Leben ohne meine grünen Smoothies nicht
mehr vorstellen, denn sie waren zu einer wichtigen Stütze meines Speiseplans
geworden. Außer Smoothies aß ich noch Leinsamencracker,
Salate, Obst und gelegentlich Samen oder Nüsse. Um jederzeit frische
grüne Smoothies für mich zubereiten zu können, erwarb ich ein weiteres
Vita-Mixgerät fürs Büro. Immer wenn Freunde oder Kunden kamen,
sahen sie eine große Tasse mit grünem Inhalt neben meinem Computer
stehen, und ich lud sie zu einer Kostprobe meiner neuen Errungenschaft
ein. Zu meiner großen Genugtuung schmeckten sie jedem, trotz unterschiedlicher
Ernährungsgewohnheiten. Sogar die Jungs vom Paketdienst
mochten sie.
Inspiriert von dem warmherzigen Zuspruch schrieb ich einen Artikel
über meine neuen Erfahrungen und mailte ihn jedem, der in meinem Internet-
Adreßbuch stand. Fast augenblicklich bekam ich ein starkes, positives
Feedback sowie zahlreiche ausführliche Erfahrungsberichte von
meinen Freunden, Schülern und Kunden. Die Zahl von Leuten, die grüne
Smoothies tranken, nahm von Tag zu Tag zu und wuchs zur ?grünen
Welle? an. Aufgrund meiner Forschungen halte ich grüne Smoothies für
die bedeutendste menschliche Nahrungsquelle. Nachfolgend möchte ich
zehn der zahlreichen Vorzüge von grünen Smoothies auflisten.
Zehn Vorzüge von grünen Smoothies
1. Grüne Smoothies sind äußerst nahrhaft. Für den Anfang empfehle
ich, 60% reifes Bio-Obst mit etwa 40% Bio-Grüngemüse zu mischen
und dann das Verhältnis allmählich auf 60% Grünkost zu 40%
Obst abzuändern.
2. Grüne Smoothies sind leicht verdaulich. Bei gründlichem Mixen
brechen die meisten Zellwände im Gemüse und Obst auf, wodurch
die wertvollen Baustoffe vom Körper leicht aufgenommen werden
können. Das Erschließen grüner Smoothies beginnt buchstäblich
bereits im Mund.
3. Grüne Smoothies stellen im Gegensatz zu Säften eine vollwertige
Nahrung dar, da sie nach wie vor Fasern enthalten. Der Verzehr von
Fasern ist wichtig für die Verdauung über den Magen-Darmtrakt.
Warum Rohkost?
35
4. Grüne Smoothies gehören zu den schmackhaftesten Gerichten für
Menschen jeden Alters. Das Fruchtaroma bestimmt den Geschmack,
während die grünen Bestandteile die Süße des Obstes ausgleichen
und für eine angenehme Würze sorgen. Menschen, deren Ernährung
dem amerikanischen Standard entspricht, lieben den Geschmack
von grünen Smoothies. Meist sind sie ziemlich überrascht darüber,
wie etwas so Grünes so gut schmecken kann.
5. Grüne Smoothies sind reich an Chlorophyll. Chlorophyll-Moleküle
sind menschlichen Blut-Molekülen sehr ähnlich. Nach der Lehre
von Dr. Ann Wigmore ist der Verzehr von Chlorophyll einer heilsamen
Bluttransfusion vergleichbar. Viele Menschen essen nicht
ausreichend Grünkost, selbst dann nicht, wenn sie sich nur von
Rohkost ernähren. Wer täglich drei oder vier Tassen grüner Smoothies
trinkt, nimmt genügend Grünkost zu sich, um den Körper zu
ernähren. Dabei werden alle nützlichen Baustoffe gut erschlossen
und vom Körper aufgenommen.
6. Grüne Smoothies sind leicht herzustellen, und die Zubereitungsgefäße
sind rasch gereinigt. Im Gegensatz dazu ist das Entsaften von
Grüngemüse zeitraubend, teuer und mit einer Menge Schmutzarbeit
verbunden. Deshalb hören viele Menschen sehr bald wieder damit
auf, regelmäßig grüne Säfte zu genießen. Um eine Kanne Smoothie
herzustellen, braucht man ? inklusive Abspülen ? weniger als fünf
Minuten.
7. Grüne Smoothies werden von Kindern jeden Alters einschließlich
Babys von sechs Monaten aufwärts geschätzt. Natürlich müssen
Sie gewissenhaft vorgehen und dürfen die Smoothie-Menge nur allmählich
erhöhen, damit sich der Körper des Säuglings oder Kindes
an die hohe Nährstoffzufuhr in Flüssigform gewöhnen kann.
8. Wenn Sie Ihre Grünkost in Form von grünen Smoothies zu sich nehmen,
reduzieren Sie die Aufnahme von Ölen und Salzen bei Ihrer
Ernährung außerordentlich.
9. Der regelmäßige Konsum grüner Smoothies ist eine gute Methode,
regelmäßig Grünkost zu verzehren. Nachdem sie ein paar Wochen
lang grüne Smoothies getrunken haben, entwickeln die meisten
Leute ein regelrechtes Verlangen danach und genießen es, noch
mehr Grünkost zu sich zu nehmen. Die Aufnahme von ausreichend
Ode an den Grünen Smoothie

Frohkost Liveticker